Artikel-Schlagworte: „Dissertationen“

Aus aktuellem Anlass: Plagiat

Montag, 21. Februar 2011

In den letzten Tagen ist viel über die Bedeutung von ehrlichen Zitaten und Belegen in wissenschaftlichen Arbeiten zu lesen und zu hören. Anlass ist die Doktorarbeit des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, die sehr viele Stellen aus anderen Texten enthalten soll, welche unzureichend oder gar nicht als Zitate belegt worden sind, nachgewiesen zum Beispiel im GuttenPlag Wiki. Spiegel Online schreibt von der „Plagiatsaffäre“ und immer mehr wird zudem der Verdacht laut, dass der Minister die Arbeit nicht selbst geschrieben hat. Dieser nennt den Plagiatsvorwurf abstrus und beteuert, dass die Anfertigung der Arbeit seine eigene Leistung gewesen wäre. An Rücktritt denkt er (noch) nicht.

Laut meinem Wahrig-Wörterbuch ist unter „Plagiat“ der „Diebstahl geistigen Eigentums“ bzw. die „Veröffentlichung des geistigen Werkes (oder eines Teils davon) eines anderen als eigenes Werk“ zu verstehen. (weiterlesen…)

Internationaler Strafgerichtshof

Mittwoch, 29. September 2010

Es wird Zeit, dass ich hier mal wieder ein Belegexemplar erwähne: Eine juristische Dissertation, die bei Duncker & Humblot erschienen ist. Ihr vollständiger Titel lautet „Das Verhältnis zwischen dem ständigen Internationalen Strafgerichtshof und dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Art. 13 lit. b) IStGH-Statut und der Darfur-Konflikt vor dem Gerichtshof.“

Ich hatte im Auftrag des Autors Robert Frau im April/Mai die Umbruchkorrektur übernommen. Schon wegen des Umfangs war diese Textarbeit sehr intensiv. Interessant war es vor allem, wie sich juristische Logik und Herangehensweise auf Sprache und Struktur auswirken. Es war ja mein allererster juristischer Text. Und wegen eben dieser Logik und der wohl dadurch bedingten ziemlich eingängigen Textstruktur ging mir die Bearbeitung sehr gut von der Hand. Gern mehr davon!

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Aus aktuellem Anlass: Steinmeier vs. Merkel

Donnerstag, 24. September 2009

Auf Spiegel Online war in diesen Tagen zu lesen, dass Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier verständlicher redet als Bundeskanzlerin Angela Merkel. Grundlage des Textes ist eine Studie der Universität Hohenheim, deren Ergebnisse man hier als PDF bekommt.

Kommunikationswissenschaftler haben 52 Interviews mit den Politikern im Fernsehen, Radio und in Zeitungen untersucht. Steinmeier erreichte auf dem „Hohenheimer Verständlichkeitsindex“ von 0 (sehr unverständlich) bis 20 (sehr verständlich) einen Wert von 16,4. Und lag damit 2,5 Punkte vor Merkel, die einen Wert von 13,9 erreichte. Beide Politiker drücken sich vor allem dann verständlich aus, wenn sie den politischen Gegner kritisieren.

Aber wie muss man nun sprechen um 20 Punkte zu erreichen bzw. welcher Sprachstil wird als verständlich angesehen? (weiterlesen…)