Internationaler Strafgerichtshof

29. September 2010 by Jenny

Es wird Zeit, dass ich hier mal wieder ein Belegexemplar erwähne: Eine juristische Dissertation, die bei Duncker & Humblot erschienen ist. Ihr vollständiger Titel lautet „Das Verhältnis zwischen dem ständigen Internationalen Strafgerichtshof und dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Art. 13 lit. b) IStGH-Statut und der Darfur-Konflikt vor dem Gerichtshof.“

Ich hatte im Auftrag des Autors Robert Frau im April/Mai die Umbruchkorrektur übernommen. Schon wegen des Umfangs war diese Textarbeit sehr intensiv. Interessant war es vor allem, wie sich juristische Logik und Herangehensweise auf Sprache und Struktur auswirken. Es war ja mein allererster juristischer Text. Und wegen eben dieser Logik und der wohl dadurch bedingten ziemlich eingängigen Textstruktur ging mir die Bearbeitung sehr gut von der Hand. Gern mehr davon!

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Briefaufkleber

13. September 2010 by Jenny

Seit heute klebt nicht nur eine Briefmarke auf meinen Briefen: Kleine Absender-Aufkleber mit meinem Logo. Sieht einfach besser aus.
Mal sehen, ob bzw. wann ich auch die Empfängeradresse nicht mehr per Hand schreibe …

Ist schon schön, eine grafisch versierte Nachbarin zu haben.

Vom Meer

30. August 2010 by Jenny

Am Freitag hat mir die Postbotin mal wieder ein Belegexemplar gebracht: „Vom Meer“, ein Buch mit Texten von James Hamilton-Paterson, das bei mare nun in der deutschen Übersetzung von  Thomas Bodmer erschienen ist. Ich hatte im Mai die Korrektur des Manuskripts übernommen. Und konnte dabei wichtige Erfahrungen zum Umgang mit Übersetzungen und zum Unterschied von literarischen und wissenschaftlichen Texten machen.

Das Buch ist eine Art literarisches Sachbuch, denn „der Autor durchleuchtet das Meer in all seinen Facetten und liefert so erhellende wie unterhaltsame Erklärungen zu zahlreichen maritimen Phänomenen (…)“. Diese Erklärungen sind oft mit den persönlichen Erlebnissen des Autors verbunden, was sie sich besser merken lässt und das Buch zu einem  lesenswerten Buch macht.

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Quelle: Klappentext

Kalt

2. August 2010 by Jenny

Gestern war ich mal wieder auswärts arbeiten, wie vor einiger Zeit in der HU-Bibliothek.

Trotz des Sommers wurde es ziemlich voll. Und wegen der Klimaanlage war es (trotz Vorbereitung) leider viel zu kalt. Beim nächsten Besuch muss ich Herbstklamotten und ein Schloß mitnehmen. Denn die Schränke im tiefen Keller brauchen jetzt bald alle ein eigenes Vorhängeschloß, Schlüsselschränke gibt es dann nicht mehr.

Und jetzt zurück an die Arbeit …

Anführungen

8. Juli 2010 by Jenny

Das Buch, das ich in der letzten Woche gelesen habe, hat mich zum Grübeln gebracht. Es war dann doch wieder ein Krimi (Alle singen im Chor von Leena Lehtolainen) und das Grübeln hing mit der Lektoratsarbeit zusammen. Denn im gesamten Roman zeigten die Anführungen mit den Spitzen nach außen (also «…») statt nach innen (»…«). Genauso, wie es mir vor Kurzem in einem Manuskript begegnet ist – was ich komplett korrigiert hatte. Dass ich mich geirrt hatte, konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, also habe ich gegrübelt …

Und jetzt habe ich endlich nachgeschlagen: Laut Duden „Satz und Korrektur“ gibt es vier übliche Formen der Anführungen, die vor allem zur Kennzeichnung von wörtlicher Rede und Zitaten genutzt werden: Diesen Beitrag weiterlesen »

Fußball oder FUSSBALL?

23. Juni 2010 by Jenny

Fußball ist ein wichtiges Wort in diesen Sommerwochen. Und ja, man kann FUSSBALL oder Fußball schreiben, aber nicht Fussball und besser auch nicht FUßBALL.

FußballDenn das Eszett, manche sagen auch scharfes s, ist ein besonderer Buchstabe, der heute nur noch in der deutschen Sprache benutzt wird. (Aber nicht in allen deutschsprachigen Ländern: So wird zum Beispiel in der Schweiz statt ß generell ss geschrieben.)

Wichtig ist, dass es das ß auch nach der Rechtschreibreform noch gibt. Im Alltag stellt man ja immer wieder fest, dass manche Leute dieses gar nicht mehr verwenden und „Heisse Würstchen“, „Strasse“ oder eben „Fussball“ schreiben.

Wann wird das ß verwendet?

Nach einem langen Vokal oder einem Diphthong wird das stimmlose s in der Regel als ß wiedergegeben.

Diphtong ist dabei der Fachbegriff für einen Doppellaut bzw. Doppelvokal. Also ein Vokal, bei dem während der Artikulation auditiv zwei Phasen unterschieden werden können. Zu den bekanntesten Schreibungen von Diphtongen im Deutschen gehören au, ei, eu, äu. Und genau nach diesen wird aus ss immer ß.

Als Beispiele für die Regel werden in „Deutsche Rechtschreibung – kurz gefasst“ aus dem Dudenverlag bloß, Füße, Straße, Verstoß, außen, heißen, Spieß usw. angegeben. Ausnahmen von dieser Regel sind Haus, Glas, aus und Reis.

Ein stimmloses s nach einem kurzen, betonten Vokal wird dagegen in der Regel als ss wiedergegeben. Und somit nicht mit ß. Beispiele sind essen, Fluss, Kongreß, Kuss, nass usw.

Gibt es ein großes ß?

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Warum? – Stracciatella

7. Juni 2010 by Jenny

Warum heißt Stracciatella-Eis eigentlich Stracciatella-Eis? Jetzt, wo es endlich Sommer wird, keine ganz unwichtige Frage, denn das Milchspeiseeis mit den Schokoladenstückchen gehört zu den beliebtesten Sorten in den Eisdielen.

Ein italienisches Wort, das ist klar. stracciato bedeutet „zerrissen, zerfetzt“ und das kann sich nur auf die Schokolade beziehen. Die nur in Stückchen im oft sehr sahnigen Eis enthalten ist. Eine andere bzw. bessere Erklärung ist nicht zu finden. Stracciatella ist also ein Name und bezeichnet gleichzeitig auch noch eine italienische (Eier)einlaufsuppe.

Sehr, sehr lecker ist übrigens auch Stracciatella-Joghurt und die neue Rittersportsorte muss ich auch bald probieren!

Griesgrame

4. Juni 2010 by Jenny

Manchmal trifft man leider Leute, die einfach komisch und unfreundlich sind. In Berlin wahrscheinlich nicht öfter als anderswo. Angenehm ist es trotzdem nicht.

Mich hat neulich jemand angegrummelt, als ich mit dem Fahrrad an ihm vorbeifuhr. Mit seinem – ob ich denn nicht gleich über die Wiesen und die Blumen fahren wolle – hat er mich aus meinen Gedanken gerissen und verärgert. Nein, wolle ich nicht, erst recht nicht, wenn er mir ein bisschen mehr Platz lassen würde.

Was sind das nur für Menschen diese Griesgrame? Nach meinen Erlebnissen leider oft alte Männer, mit denen nach Gerhard Schöne bestimmt zu wenig geschmust wird.

Und was ist Griesgram für ein Wort? Laut meinem Etymologie-Duden stammt es vom heute veralteten Verb griesgramen für „mürrisch sein“. Seit dem 18. Jahrhundert bezeichnet es einen in mürrische Stimmung versunkenen Menschen.

Bibliothekswochenenden

2. Juni 2010 by Jenny

An den letzten Wochenenden war ich seit langer Zeit mal wieder in einer Bibliothek, ganztätig zum Arbeiten. Denn wenn man nicht allein in der Wohnung ist, wird das Home Office schnell zum Nachteil.  Und eine Alternative zur Wochenendarbeit gibt es nicht, weil die Zeit, die man für einen Auftrag bekommt, ja oft eher zu kurz angesetzt ist.

Also auf zur Bibliothek – damit die Erinnerungen an die Uni-Zeit mich nicht überrollen – lieber in eine, in der ich noch nicht war: Die noch ziemlich neue UB der HU, die auch an Wochenenden und sogar an Feiertagen geöffnet hat und außerdem am wenigsten entfernt vom Home Office liegt.

Hoffentlich bekomme ich einen Platz. Es stand ja sogar schon in der Zeitung, dass oft zu viele Leute dort rein wollen, und dass überlegt wird, den Zugang zu beschränken. Deswegen ist mein erstes Ziel, einen verschließbaren Schrank zu ergattern. Das ist zum Glück kein Problem und auch einen Platz finde ich schnell. Und dann bin ich drin und arbeite, was besser klappt als gedacht. Diesen Beitrag weiterlesen »

Leben

28. Mai 2010 by Jenny

Ich habe gerade ein kleines Lebewesen erst vorsichtig gefangen und dann durchs Fenster in die Freiheit entlassen. Und warum?

Auch weil ich gerade Texte bearbeite, in denen es um die Bedeutung der von vielen verkannten und leider entsprechend behandelten Lebewesen im Meer und in der Tiefsee geht. Ziemlich traurig und eine nachdenkliche Stimmung hinterlassend. Einer neuen Organisation trete ich wahrscheinlich auch noch bei, dazu später mehr. Denn jetzt muss ich erst mal was essen – keinen Fisch natürlich!